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Im Folgenden findet Ihr die wichtigsten Eckpfeiler der mehr als 110-jährigen Geschichte der Roten.

12. April 1896

Alles begann  am 12. April 1896 mit der Gründung des Hannoverschen Fußball-Club von 1896 durch ehemaligen Bürgerschüler. Sie hatten sich für 16 Uhr zu einem Match auf dem Spielplatz neben dem Schützenhaus mit anschließender Vereinsgründung getroffen. Dieser traditionsreiche Ort liegt an der heutigen Bella Vista, nicht weit entfernt von der AWD-Arena. Als Gründer sind die Namen von  H. Beplate, W. Bielefeld, August Bormann, L. Eggers, Arnold Fokke, Fritz Hoffmann, Georg Kindermann, Fritz Köllermeyer, Conrad Friedrich (genannt Franz) und Wilhelm Namendorff, August Riehn, Fritz Vogeler und Ernst Witte überliefert – leider konnten bisher nicht alle Gründungsmitglieder und ihre Namen ermittelt werden. Unterstützt wurden die Vereinsgründer durch den bekannten „Vater der hannoverschen Ballspiele“, Ferdinand-Wilhelm Fricke.

Bereits am 19. April 1896 wurde auf der ersten Generalversammlung, an der 24 Mitglieder teilnahmen, mit Fritz Vogeler der 1. Vorsitzende des Vereins gewählt.

In den Anfangsjahren betrieb man das Spiel mit dem ovalen Ball - das sogenannte Rugby-Fußball oder Fußball mit Aufnehmmen des Balles.

Angebotene Sportart neben Rugby ist Leichtathletik

25. Juni 1899

Nun gibt es endlich auch eine Fußballsparte

14. Mai 1900

Gründung des „Verbands Hannoverscher Fußballvereine“

12. Juli .1913

Zusammenschluss des HFC und des Ballvereins Hannovera von 1898 zum Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. Neben Fußball und Leichtathletik werden auch die Sparten Tennis, Kricket, Schlagball, Faustball und Wandern angeboten

August 1919

Ehrenvorsitzender des Vereins wird Paul von Hindenburg, späterer Reichspräsident

1931

Einweihung des neuen Vereinsheims in der Hans-Böckler-Allee

1932

Robert Fuchs wurde am 1. Mai 1932 erster hauptberuflicher Trainer für die 1. Ligamannschaft bei Hannover 96 und bleibt es 14 Jahre lang. Bis dahin hatte der Vereinsausschuss in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Mannschaftskapitän das Training geleitet.

1935

Hannover 96 erreicht die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Erste Nationalspieler werden Fritz Deike und Edmund Malecki. In den späteren 30 er Jahren kamen auch Hannes Jakobs, Ludwig Männer, Ludwig Pöhler und Helmut Sievert zu Länderspiel-Einsätzen.

1936/37

Mit Helmut Sievert und Ludwig Männer folgen zwei weitere Spieler ins Nationaldress

1938

Hannover 96 hatte sich im Halbfinale in Dresden gegen den Hamburger SV mit 3:2 n.V. (2:2, 0:2) durchgesetzt. In der Verlängerung erzielte Edmund Malecki in der 92. Minute das entscheidende Tor. Damals gab es überraschenderweise bereits eine „Golden Goal-Regel“, und das Spiel wurde somit sofort nach dem dritten Tor der Roten abgepfiffen. Hannover 96 stand damit zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte im Finale um die Deutsche Meisterschaft. 
Der Gegner im Finale war Schalke 04, die damals beste Vereinsmannschaft – allein sieben deutsche Nationalspieler standen in der Startelf. Da Hannover 96 ohne den im Halbfinale vom Platz gestellten Verteidiger Albert Reckel antreten musste, war sich die Fachpresse einig: Schalkes Sieg würde nur eine Frage der Höhe sein – der Gewinn des 4. Titels in Folge sei den Schalker Knappen ohnehin bereits vorher sicher.
Doch das 96-Team das vom routinierten Trainer Robert Fuchs aufgeboten wurde, sollte den siegessicheren Knappen ein großes Spiel liefern, und zwar in dieser Aufstellung: Ludwig Pritzer - Helmut Sievert, Willi Petzold - Hannes Jacobs, Ernst Deike, Ludwig Männer - Edmund Malecki, Ludwig Pöhler, Erich Meng, Peter Lay und Richard Meng. 
Die Außenseiter aus Hannover begannen das Finale sehr offensiv und verunsicherten die Schalker Defensive schnell mit ihrem klugen Angriffsspiel. Doch die Schalker konnten bald dagegen halten und hatten in der 29. Minute viel Glück: In einer Blackout-Sekunde fing 96-Verteidiger Helmut Sievert eine Flanke im eigenen Strafraum mit der Hand ab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schalkes Nationalspieler Poertgen zur Führung.Acht Minuten später erhöhte Kalwitzki sogar zur 2:0-Halbzeitführung für Schalke 04. Doch kurz nach dem Wechsel gelang Richard Meng der wichtige Anschlusstreffer. Danach erspielen sich die 96er zahlreiche Torchancen, scheiterten aber wiederholt an S04-Keeper Berni Klodt. Dann der Schock: Schalkes Stürmer Poertgen stürmte allein auf das 96-Tor zu und der hinzu geeilte 96-Verteidiger Willi Petzold fälschte den Schuss unglücklich ins eigene Tor zur 3:1-Führung der Knappen ab. Doch in der 77. Minute keimte bei den etwa 15.000 aus Hannover angereisten Zuschauern neue Hoffnung auf – ein  Eigentor des Schalker Gellesch brachte 96 wieder heran. Doch die Zeit lief gegen Hannover. Als fast alle Zuschauer schon auf den Schlusspfiff warteten, nutze Erich Meng in der 89. Minute doch noch einen Abpraller zum 3:3-Ausgleich. In der folgenden Verlängerung fiel dann kein Tor mehr, obwohl sich beide Teams noch einige Chancen erarbeiteten. So musste die Entscheidung um die Meisterschaft 1938 vertagt werden.
Erst zum zweiten Mal überhaupt musste damit das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft wiederholt werden.

Mit der Deutschen Reichsmeisterschaft feiert Hannover 96 am 3. Juli 1938 seinen ersten Riesenerfolg. Der große Favorit FC Schalke 04 wird vor fast 95.000 Zuschauern mit 4:3 n.V. im zweiten Endspiel geschlagen. Die Tore für 96 erzielen Richard Meng (9. Min.), Richard Meng (70 Min.), Johannes Jakobs (88 Min.)und Erich Meng (117 Min.).  Das Foto zeigt den Kader des erfolgreichen Teams: stehend v. li.: Betreuer Burmeister, Pöhler, Wente, Fritz Deike, Sievert, Jakobs, Männer, Meier, Ernst Deike, Reckel, Trainer Fuchs; knieend von li.: Erich Meng, Petzold, Eli, Pritzer, Malecki, Lay, Richard Meng.

10. April 1945

Besetzung Hannovers durch die Allierten. Wie alle anderen Vereine wird auch Hannover 96 vorübergehend aufgelöst

August 1945

Neugründung als Hannoverscher Sportverein v. 1896

September 1945

Das erste Nachkriegsspiel gewinnt eine gemischte Mannschaft von Hannover 96 und Arminia Hannover mit 6:0 gegen eine britische Militärauswahl

1946

Zum 50jährigen Jubiläum spielt Hannover 96 gegen den FC Schalke 04 und unterliegt 1:6

Mai bis November 1948

Hannover steigt zunächst aus der Oberliga (höchste damalige Spielklasse) in die Landesliga ab, darf jedoch wenige Monate später wieder für Holstein Kiel in der Oberliga mitspielen

1. Juli 1952

Helmut "Fiffi" Kronsbein wird zunächst für fünf Jahre Trainer bei Hannover 96 und erarbeitet sich einen legendären Ruf

23. Mai 1954

Nach dem Gewinn der Nordmeisterschaft folgt die Deutsche Meisterschaft 1954 Hannover 96 gewinnt erneut das Finale überraschend. Hannover 96 siegt in Hamburg mit 5:1 gegen das favorisierte Team vom 1. FC Kaiserslautern, in dem 5 spätere Weltmeister stehen. Die Tore für 96 erzielen: Tkotz (44 Min.), Eigentor Kohlmeyer (47 Min.), Wewetzer (77. Min.), Kruhl (80 Min.) und Paetz (86 Min.). Einen Tag später feiern über 200.000 Fans den Riesenerfolg beim Erfolg der Mannschaft am Bahnhofsplatz. Das Foto zeigt die Sieger: stehend von l.: Kirk, Geruschke, Kruhl, Tkotz, Krämer, Bothe, Wewtzer, Paetz, Trainer Kronsbein; knieend von li.: Gehrcke, Müller, Zielinski.

26. September 1954

Eröffnung des Niedersachsenstadions

1958

Offizieller Umzug von Hannover 96 ins Eilenriedestadion, das. nach dem Abriss der Radrennbahn zur langjährigen Heimat wird. Die Heimspiele finden jedoch im Niedersachsenstadion statt

26. Juni 1960

Hannover 96 erringt mit einem 3:0 über den BV Osterfeld unter Trainer Hannes Kirk zum ersten Mal die Deutsche Amateurmeisterschaft

1963

Eröffnung des neuen Clubheims in der Clausewitzstraße

6. Mai 1963

Bei der neu gegründeten 1. Fußballbundesliga ist Hannover 96 nicht dabei. Der Antrag wird abgelehnt. Eintracht Braunschweig rückt als niedersächsischer Vertreter hinein

11. August 1963

Der Saisonstart in der Regionalliga gelingt mit einem überzeugendem 4:0 gegen Victoria Hamburg. Die Aufstiegsrunde wird unter Trainer Helmut Kronsbein erreicht

27. Juni 1964

Hannover 96 erringt unter Trainer Hannes Kirk die Deutsche Amateurmeisterschaft 1964. Der SV Wiesbaden wird mit 2:0 bezwungen

28. Juni 1964

Der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelingt! Hessen Kassel wird vor 70.000 Anhängern mit 3:1 geschlagen. Hannover 96 spielte mit folgender Mannschaft: Foto unten von links: Steinwedel, Podlasly, Nix, Bohnsack, Fuchs, Laszig, Rodekamp, Mittrowski, Gräber, Heiser, Kellermann

1964/65

Der Start in die 1. Bundesliga verläuft optimal. Hannover 96 gewinnt bei Borussia Dortmund mit 2:0 und ist sofort Tabellenführer. Im folgenden Heimspiel gelingt ebenfalls ein 2:0 gegen den 1. FC Köln, womit sich 96 an der Spitze behauptet. Die erste Bundesligasaison unter Trainer Kronsbein endet am 15. Mai 1965 mit einem herausragenden 5. Tabellenplatz. Mit durchschnittlich 46.000 Zuschauern erreicht Hannover den Zuschauerrekord. Torjäger Walter Rodekamp wird Nationalspieler und schießt schnell sein erstes Tor für Deutschland

27. Juni 1965

Hannover 96 wird unter Trainer Hannes Kirk Deutscher Amateurmeister 1965. Erneut wird der SV Wiesbaden geschlagen, dieses Mal mit 2:1

1965/66

Am 18. September 1965 bedeutet ein 6:0 Sieg über Borussia Neunkirchen den bislang höchsten Bundesliga-Heimsieg der Roten. Am 2. Oktober 1965 wird Tasmania Berlin mit 5:1 auswärts besiegt - einer der höchsten Bundesliga-Auswärtssiege. Am 23. April 1966 wird mit Trainer „Fiffi“ Kronsbein der erste Trainer abgelöst. Neuer Coach ist Hannes Kirk. Die Roten beenden die Saison als Tabellenzwölfter

1966/67

Die Roten beenden die Saison unter Horst Buhtz als Tabellenneunter

1967/68

Zur fünften Bundesliga-Saison gab es neue Regeln. Es durfte ein Spieler pro Mannschaft ausgewechselt werden, aber nur bei einer Verletzung. Und beim Abschlag durfte der Torwart nur noch vier Schritte machen, bevor der Ball gespielt werden musste. Am 02.09.1967 mußte Trainer Horst Buhtz von der Auswechselreglung erstmalig Gebrauch machen. Im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (Endstand 2:2) wurde Kaj Poulsen in der 71. Minute für den verletzten Rainer Stiller als erster 96-Spieler eingewechselt.

Stürmer Hans Siemensmeyer wird am 27.09.1967 Nationalspieler und feiert mit zwei Treffern beim 5:1- Debüt gegen Frankreich einen Einstand nach Maß.

Die Roten beenden die Saison unter Karl-Heinz Mühlhausen als Tabellenzehnter. Der Trainer übernahm am 13. 02.1968 das Amt und ist mit 30 Jahren und 8 Monaten noch immer der jüngste Bundesligatrainer aller Zeiten. Sein erstes Spiel fand am 17.2.1968 gegen den HSV statt und endete 2:2

1968/69

Seit Beginn der Saison dürfen zwei Spieler in einem Spiel ausgewechselt werden. Trainer Cajkovski nutzt am 5. Spieltag erstmals die neue Regel Christian Breuer für Rainer Zobel und Otto Laszig für Josip Skoblar werden am 7.9.1968 im Auswärtsspiel gegen Kickers Offenbach (1:1) ausgewechselt. Die Roten beenden unter "Cik" Cajkowski die Saison als Tabellenelfter und am 10. Mai 1969 bestreitet Jupp Heynckes in seiner Zeit bei Hannover 96 eines seiner insgesamt 39 Länderspiele

1969/70

Hannover 96 wird unter Trainer Hans Pilz Dreizehnter der Abschlusstabelle. Skoblar und Heynckes verlassen am Saisonende den Verein

1970/71

Hannover 96 wird unter Trainer Helmut Johannsen Neunter in der Abschlusstabelle. Die Saison 70/71 geht als große Skandalsaison in die Bundesligageschichte ein. Viele Vereine sind in die Bestechungsvorfälle verwickelt, nicht jedoch die Roten. Am 27. Februar 1971 stellen die Roten mit einem 5:1 Auswärtssieg bei Kickers Offenbach den Rekord des höchsten Bundesligasieges auf fremden Plätzen aus dem Jahr 1965 ein 

1971/72

Hannover 96 wird unter Trainer Hans Hipp Sechzehnter in der Abschlusstabelle und verhindert damit knapp den Abstieg

1972/73

Im allerletzten Moment rettet sich Hannover 96 unter Trainer Hannes Baldauf vor dem drohenden Abstieg. Nachdem das Derby beim Mitkonkurrenten Eintracht Braunschweig verloren worden war, schaffen die Roten mit einer Energieleistung ein 4:0 beim Wuppertaler SV, belegen den sechzehnten Platz und schicken den niedersächsischen Nachbarn (1:2 bei Fortuna Düsseldorf) in die zweite Liga

1973/74

Nach 10 Jahren in der Eliteklasse muss Hannover 96 unter Helmut Kronsbein als Tabellenachtzehnter absteigen

1974/75

Das Unternehmen „Wiederaufstieg“ unter Trainer Kronsbein gelingt souverän. Als Tabellenerster geht es wieder zurück in die Eliteklasse

1975/76

Als Sechzehnter der Abschlusstabelle muss Hannover 96 unter Hannes Baldauf den erneuten Gang in die Zweitklassigkeit antreten und ein großer Schuldenberg drückt Hannover 96. Mit Auflagen erhält der Verein die Lizenz für den Profibereich

1976/77

Hannover 96 wird unter Helmut Kronsbein Fünfter der Abschlusstabelle und verpasst damit den angestrebten Wiederaufstieg

1977/78

Hannover 96 belegt unter Helmut Kronsbein erneut den fünften Platz der Abschlusstabelle und bleibt damit in Liga zwei. Erneut erhält Hannover 96 die Lizenz nur unter größten Auflagen

1978/79

Hannover wird unter Trainer Toni Burghardt Fünfzehnter der Abschlusstabelle der zweiten Liga Nord und steht damit sportlich und auch finanziell so schlecht wie nie zuvor da

1979/80

Hannover 96 belegt unter Trainer Diethelm Ferner in der Abschlusstabelle Platz Drei der Zweiten Liga Nord und verpasst damit den Aufstieg hauchdünn

1980/81

Die eingleisige zweite Liga wird gegründet und Hannover 96 qualifiziert sich unter Trainer Ferner als Tabellenvierter und ist dabei

1981/82

Hannover 96 belegt unter Trainer Ferner sofort den fünften Platz der Abschlusstabelle der neuen eingleisigen zweiten Liga

1982/83

Dieses Mal reicht es unter Trainer Gerd Bohnsack nur zu einem zwölften Tabellenplatz der Abschlusstabelle der zweiten Liga

1983/84

Hannover 96 belegt unter Trainer Werner Biskup Platz 14 in der Abschlusstabelle der zweiten Liga

1984/85

Am 9. Juni 1985 steigt Hannover 96 endlich wieder ins Oberhaus auf. Vor 60.000 Fans gelingt unter Trainer Werner Biskup das entscheidende 2:0 gegen Hertha BSC Berlin

1985/86

Am 21. November wird der Aufstiegstrainer Werner Biskup entlassen. Grund: Alkoholprobleme. Nachfolger wird Jürgen Rynio. Hannover 96 wird Achtzehnter in der Abschlusstabelle der Bundesliga und muss mit Trainer Helmut Kalthoff, der den Rynio-Erben Jörg Berger schnell abgelöst hatte, erneut absteigen. Am 8. Februar 1986 verliert 96 beim VfB Stuttgart mit 7:0 und erlebt die höchste Auswärtsniederlage der Bundesliga - dabei erzielt Michael Nushör 3 Elfmeter Tore gegen Jürgen Rynio 

1986/87

Hannover 96 belegt den ersten Platz der Abschlusstabelle der zweiten Liga und steigt unter Trainer Jürgen Wähling souverän wieder auf. Bereits vier Spieltage vor Schluss brachte ein 4:3 beim FC St. Pauli die Entscheidung

1987/88

Die Roten beenden die Saison unter Trainer Wähling als Tabellenzehnter

1988/89

Hannover 96 steigt nach einer verkorksten Saison als Tabellenletzter ab. Trainer Wähling lösen Hans Siemensmeyer und Reinhard Saftig ab – aber auch Sie können den Abstieg aus der Bundesliga nicht verhindern  

1989/90

Hannover 96 erhält die Lizenz für die 2. Liga nur unter harten Auflagen. Präsident Fredo Henze tritt zurück. 96 erreicht unter Trainer Michael Krüger Platz acht der Abschlusstabelle der zweiten Liga, nachdem aufgrund der finanziellen Probleme ihr Starspieler Siggi Reich verkauft werden musste

1990/91

Hannover 96 belegt unter Trainer Michael Lorkowski Platz zehn in der Abschlusstabelle der zweiten Liga

1991/92

Zu Beginn der Spielzeit wird die Gelb/Rote Karten Regel im Profifußball eingeführt. Hannover 96 erreicht unter Trainer Michal Lorkowski die Aufstiegsrunde, verpasst dort aber als Fünfter den Aufstieg in die Eliteklasse

23. Mai 1992

Als erster Zweitligaverein gewinnt Hannover 96 sensationell das DFB-Pokal 1992. Der Gegner Borussia Mönchengladbach wird im Elfmeterschießen bezwungen. Torwart Jörg Sievers wird dabei zum Helden, der bereits im Halbfinale maßgeblich am Elfmeterkrimisieg gegen Werder Bremen beteiligt war. Die Tore im Elfmeterschießen erzielten: Milos Djelmas, Roman Wojcicki, Jörg Kretschmar und Michael Schjönberg-Christensen. Am nächsten Tag bereiten über 100.000 Fans der Mannschaft einen riesigen Empfang

 

1992/93

Hannover 96 ist durch die Pokalerfolge finanziell gesundet und auf dem Wege der Konsolidierung. Am 30. September 1992 scheiden die Roten beim ersten Europapokalauftritt unter Trainer Eberhard Vogel ausgerechnet gegen den Titelverteidiger Werder Bremen aus. Neben dem Lospech kam sportliches dazu. Nach einem 1:3 im Hinspiel reicht ein 2:1-Rückspielerfolg nicht. Hannover 96 belegt unter Trainer Vogel Platz Neun der Abschlusstabelle der zweiten Liga

1993/94

Hannover 96 belegt unter Trainer Rolf Schafstall Platz Zwölf der Abschlusstabelle der zweiten Liga

1994/95

Hannover 96 belegt Platz Dreizehn der Abschlusstabelle der zweiten Liga. Trainer Schafstall wurde von Stefan Mertesacker als Interimscoach abgelöst bevor der Vorstand Peter Neururer kurz vor der Winterpause verpflichtete. Dieser wurde 2 Spieltage vor Saisonende beurlaubt und Interimscoach wurde Milos Djelmas

1995/96

Zu Beginn der Saison wird die 3-Punkte Regel eingeführt und ab sofort können 3 Spieler pro Spiel ausgewechselt werden. Hannover 96 wird unter den Trainern Egon Coordes, der Ende März entlassen wird, und Jürgen Stoffregen Sechzehnter in der Abschlusstabelle der zweiten Liga und muss in die Drittklassigkeit absteigen. Da nützt auch ein abschließendes 4:2 gegen den Chemnitzer FC nichts mehr. Das 100jährige Vereinsjubiläum bringt den sportlichen Tiefpunkt des Vereins

1996/97

Hannover 96 beendet die Saison unter Trainer Reinhold Fanz als souveräner Erster der Regionalliga und holt den NFV-Pokal. In den Saisonspielen gelingen der Mannschaft 105 Treffer. Am 29. Mai 1997 muss sich 96 im ersten Aufstiegsspiel zu Hause mit einem 0:0 gegen Energie Cottbus zufrieden geben. Am 5. Juni 1997 geht das Rückspiel in Cottbus aufgrund seltsamer Vorkommnisse in die Annalen ein. In der 74. Minute fällt beim Stande von 1:1 das Flutlicht aus. Nach der Zwangspause unterliegen die Roten noch mit 1:3 und verpassen trotz überragender Saison den Aufstieg in die zweite Liga

1997/98

Am 26. September 1997 wird Martin Kind zum Vorsitzenden von Hannover 96 ernannt und löst Utz Classen an der Vereinsspitze ab. Der Zweikampf um die Meisterschaft entscheidet sich am vorletzten Spieltag (7.5.98) bei Eintracht Braunschweig. Durch ein Tor von Asamoah gewinnen die Roten mit 1:0, holen sich unter Reinhold Fanz wiederum den ersten Platz und erzielen dabei sagenhafte 120 Tore. Dazu kommt der erneute Sieg im NFV-Pokal. Am 21. Mai 1998 muss 96 im Hinspiel der Relegation bei Tennis Borussia Berlin eine 0:2-Niederlage hinnehmen. Das erneute Aus kurz vor dem Ziel scheint unausweichlich. Doch beim Rückspiel am 24. Mai 1998 fightet Hannover 96 und erkämpft sich ein 2:0 nach regulärer Spielzeit. Im Elfmeterschießen bestätigt Torwart Jörg Sievers seine Elfmeterkiller-Qualitäten und bringt den Roten den Sieg und damit den Aufstieg in die zweite Liga

1998/99

Am 8. Juli 1998 wird die Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG gegründet. Die Mannschaft von Trainer Franz Gerber belegt Platz Vier der Abschlusstabelle der zweiten Liga und verpasst nur knapp den Durchmarsch in die Bundesliga. Am Ende fehlt nur ein Punkt

1999/2000

In der Sommerpause beginnt die Sanierung des Niedersachsenstadions. Die alten Holzbänke werden durch Schalensitze ersetzt und die Zuschauerkapazität sinkt auf 48.000 Plätze. Die Publikumslieblinge Otto Addo und Gerald Asamoah wechseln zu Bundesligavereinen. Franz Gerber trat vom Traineramt zurück und bekleidet den Managerposten. Am 20.12.1999 beschließen die Vereinsmitglieder auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Ausgliederung des sportlichen Bereichs in eine KGaA. Hannover 96 belegt unter den Trainern Branko Ivankovic und Horst Ehrmanntraut Platz Zehn der Abschlusstabelle der zweiten Liga

2000/01

Hannover 96 belegt unter Trainer Ehrmanntraut und den ihn in der Saisonschlussphase ablösenden Stanislav Levy Platz Neun der Abschlusstabelle der zweiten Liga. Nach viel versprechender Hinrunde brach das Team im zweiten Abschnitt ein und spielte zeitweise gegen den Abstieg

2001/02

Hannover 96 kehrt unter Trainer Ralf Rangnick durch einen 6:0-Erfolg gegen den FC Schweinfurt 05 am 30. März 2002 bereits fünf Spieltage vor Schluss vorzeitig in die 1. Bundesliga zurück. Ganz Hannover versinkt im Freudentaumel (Aufstieg). Nach einer unglaublichen Saison wird Hannover 96 ungefährdeter Zweitligameister und stellt mit 75 Punkten einen neuen Punkterekord auf

2002/03

Die erste Bundesligapartie nach 13 Jahren endet am 11. August 2002 mit einer sehr unglücklichen 1:2-Niederlage beim Hamburger SV. Am 25. Februar 2003 beginnt der Umbau der AWD-Arena mit dem Abriss der Nordtribüne in ein WM-taugliches Stadion. Hannover 96 belegt unter Ralf Rangnick Platz Elf der Abschlusstabelle der Bundesliga. Nach einem misslungenen Start und null Punkten aus vier Spielen schaffen die Roten am Ende den Klassenerhalt dank Jiri Stajners Last-Minute-Ausgleichstreffer im letzten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Nur vier Heimsiegen stehen acht Auswärtserfolge gegenüber. Stürmer Fredi Bobic schafft das "Comeback der Jahres" und wird wieder in die Nationalelf berufen, wechselt aber zum Saisonende zu Hertha BSC Berlin

2003/04

Nach einer erneut turbulenten Saison kommen die Roten mit dem 14. Platz und damit einem blauen Auge davon. Der "Fall Simak", der 96 zunächst schwächt und später ganz Hannover in Atem hält, die langwierige Verletzung des Kapitäns Altin Lala sowie die Entlassung des Aufstiegscoaches Ralf Rangnick nach 23 Spieltagen waren die negativen Highlights einer am Ende versöhnlichen Spielzeit. Der neue Trainer Ewald Lienen schafft in elf Spielen 13 Punkte, das unspektakuläre 0:0 am vorletzten Spieltag reicht zum Klassenerhalt

2004/05

Hochs und Tiefs hielten sich während dieser insgesamt erfreulichen Spielzeit die Waage. Nach schlechtem Start legten die Roten eine Riesenserie von sechs Siegen in Folge ("Goldener Oktober") hin und katapultierten sich damit zwischenzeitlich auf den vierten Rang. Entscheidend war dabei die famose Defensivleistung um den schier unbezwingbaren Robert Enke und die Innenverteidigerachse Mertesacker/Zuraw. Per Mertesacker wurde nach konstant starken Auftritten auch wichtiger Leistungsträger der Nationalelf. Am 23. Januar 2005 wird die AWD-Arena offiziell eingeweiht. In der Rückrunde ging es dann steil bergab, am Ende fingen sich die Roten wieder ein wenig. So verpasste das Lienen-Team den UI-Cup-Rang schließlich nur äußerst knapp. Im Juni 2005 steht die AWD-Arena erstmals weltweit im Focus. Spiele des FIFA-Confederation Cups werden in Hannover ausgetragen

2005/06

Nach mäßigem Saisonstart und dem zwischenzeitlichen 13. Platz erfolgte im November 2005 die Trennung von Trainer Ewald Lienen. Unter dem neuen Coach Peter Neururer folgte ein Zwischenhoch mit 10 Spielen ohne Niederlage, was zu einem neuen Vereinsrekord führte. Leider konnte diese Form in den letzten Saisonspielen nicht gehalten werden, größtes Manko war hierbei die mangelnde Chancenauswertung. Platz 12 in der Abschlusstabelle sowie eine Rekordanzahl an Unentschieden (insgesamt 17 Stück) führten zu einem eher enttäuschenden Saisonfazit. Im Juni 2006 sieht die AWD-Arena 5 Spiele der Fußball Weltmeisterschaft 2006. Per Mertesacker spielt im DFB-Team von Jürgen Klinsmann bei der WM 2006 eine wichtige Rolle

2006/07

Nach der WM verlässt Eigengewächs Per Mertesacker die Roten und schließt sich Werder Bremen an. Im Juli und August finden in der AWD-Arena die ausverkauften Konzerte der Rolling Stones und von Madonna statt. Nach krassem Fehlstart trennt sich Hannover 96 von Trainer Peter Neururer. Am 4. Spieltag übernimmt Dieter Hecking den Job. Ab Januar 2007 ist Christian Hochstätter als Sportdirektor bei 96 verantwortlich. 96-Torwart Robert Enke wird von Nationaltrainer Jogi Löw in die Nationalmannschaft berufen und bestreitet am 28.03.2007 das Länderspiel gegen Dänemark und etabliert sich im DFB-Team. Die Saison mit Hochs und Tiefs endet auf dem 11. Tabellenplatz, nachdem die Roten bis zuletzt die Chance auf die Teilnahme am UI-Cup bewahrt hatten. Im Juni 2007 gastieren Herbert Grönemeyer und Genesis (Foto: Sänger Phil Collins in 96-Outfit) in der AWD-Arena

2007/08

Das Team von Trainer Hecking wird zum Saisonstart mit den DFB-Nationalspielern Mike Hanke und Benny Lauth sowie Sergio Pinto, Gaétan Krebs und Thomas Kleine verstärkt – im Winter folgt als neuer Abwehrchef der Franzose Valérien Ismaël vom Rekordmeister Bayern München.

Hannover 96 schließt einen Vermarktungsvertrag mit SPORTFIVE ab. Die Saison beginnt mit einem Freundschaftsspiel in der ausverkauften AWD-Arena gegen Real Madrid. Das spanische Spitzenteam wird am 31.07.2007 mit 3:0 besiegt.
Am Ende der Hinrunde steht das Team auf dem 7. Tabellenrang. Am 5. Januar 2008 nimmt Neuzugang Valérien Ismaël das Training bei den Roten auf. Am 16. Januar 2008 eröffnet Hannover 96 einen neuen beheizbaren Trainingsplatz an der AWD-Arena. Mit dieser ca. 800.000 € teuren Investition hat die Profimannschaft ganzjährige Trainingsmöglichkeiten. Am 30. März 2008 gibt
Konstantin Rausch gegen den VfB Stuttgart sein Bundesligadebüt. Mit seinem Alter von 18 Jahren und 15 Tagen löst er damit Sören Halfar als jüngster Bundesligaspieler von Hannover 96 aller Zeiten ab. Leider muss er in der Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Am 16. Mai 2008 beruft DFB-Nationaltrainer Löw 96-Kapitän Robert Enke in den EM 2008-Kader.  Am 17. Mai 2008 besiegt Hannover 96 Energie Cottbus mit 4:0 (2:0) und belegt mit 49 Punkten den achten Tabellenrang. Damit hat Hannover 96 die beste Abschlussplatzierung seit 43 Jahren erreicht - nur in der Saison 1964/65 schnitten die Roten mit Platz fünf besser ab. Die Spieler Richard Golz, Frank Juric, Dariusz Zuraw, Thomas Brdaric, Sören Halfar und Vahid Hashemian werden am letzten Spieltag offiziell verabschiedet
Am 12. und 13. Juli 2008 wird die AWD-Arena Austragungsort der Rugby Sevens EM sein.

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